Möchten Sie sich mal wieder setzen?

Die Frage spricht tatsächlich zwei Aspekte an. Zum einen: das Ausruhen, das Stoppen, die Pause.

Wo arbeiten Sie schon über ihr Limit? Was bewältigen Sie gerade, so als hätten Sie gleich mehrere Arme und Köpfe? Haben Sie genug Unterstützung und Zuspruch dafür? Und können Sie sich auch mal gehen oder sogar tragen lassen?

Aber auch das Widersetzen steckt darin. Ein alter Spruch besagt: Man muss aufstehen, um sich zu widersetzen. Für was würden Sie heute gern aufstehen? Wo platzt Ihnen allmählich der Kragen? Was sollte anders sein? Möchten Sie sich mal wieder für etwas einsetzen?

Veränderung ist jederzeit möglich. Und meistens beginnt sie mit dem leicht unterschwelligen Gefühl, dass das Gegebene unbehaglich ist. Vielleicht haben Sie auch schon länger den Eindruck, sich dauernd passend machen zu müssen. Und eventuell kommt Ihre Anpassungsfähigkeit schon der Selbstaufgabe nahe?

Die Statements: Das passt schon! Das war schon immer so! So schlimm ist es nun auch nicht. Was soll man da schon machen? führen dabei höchstens zu Resignation.

Es gibt heute viele Gründe, sich gegen soziale Strukturen, Ungleichheit, fehlende Fairness in der Welt, in der Partnerschaft, der Familie, unter Freunden und auf der Arbeit widersetzen zu wollen. Laut jüngster Erkenntnisse der Initiative Gesundheit und Arbeit (IGA) macht zum Beispiel jeder Fünfte nur noch „Dienst nach Vorschrift“ und hat innerlich längst gekündigt.

Ich denke es tut Not, das Wiedersetzen in Erwägung zu ziehen: Um selbstbestimmter zu handeln, um Veränderungen herbeizuführen und um aktiv Ihr Leben zu gestalten.

Veränderung ist jederzeit möglich. 

Ein erster Schritt ist, Ihre Wahrnehmung zuzulassen, achtsam zu werden für Gefühle, Empfindungen, Misstimmungen, aber auch für Ihre Stärken, Ihre Talente. Das gilt es ersteinmal nicht (negativ) zu bewerten. Denn aus der gesteigerten Wahrnehmung für sich und andere entwickelt sich zumeist eine Idee, ein Handlungsimpuls, wie es anders sein könnte oder sollte. Aus dem heraus wächst die Kraft, das Neue herbeiführen zu wollen und dazu zu stehen.

Ich unterstütze Sie im Schulen der Wahrnehmung, dem Finden neuer Wege und dem "Dranbleiben" mit den Methoden von Coaching und Dialog sowie systemischer Arbeit, themenzentrierter Interaktion nach Ruth Cohn, Übungen des Schauspiels und des Improvisationstheaters nach Keith Johnstone und Ansätzen der provokativen Therapie nach Frank Farrelly.